Samstag, 19. Mai 2012

Dies, das, jenes und eine Plattform für Nekros?

Ich mache mir momentan wieder viele Gedanken. Sobald ich nichts zu tun habe, geht im Kopf das Karussell ab und ist nicht wieder anzuhalten. Dabei kann ich nichtmal genau sagen, was eigentlich das Hauptthema meiner Gedanken ist. Sie rauschen einfach nur dahin und es könnte mir eigentlich nicht egaler sein, würden sie nicht immer so einen negativen Beigeschmack haben. Auch von dem weiß ich nicht, woher das wieder kommt. Ich fühle mich ein bißchen wie ein Filter, in den man oben jeglichen Mist reinkippt. Und dadurch, daß es eben Mist ist und nichts sonderlich erfreuliches, verstopft mein Sieb auch negativ. Ach, seht ihr? Beschreiben kann ich es auch nicht.

Eines weiß ich allerdings: Nämlich, daß es mir Ressourcen raubt, die ich für andere Dinge sonst frei hätte. In letzter Zeit kommt mir immer wieder in den Kopf, daß man ja eigentlich nichts anderes ist, als die Summe vergangener Gedanken, Gefühle und Prägungen. Und so nimmt die Vergangenheit einen gehörigen Einfluß auf die Gegenwart. Wenn ich mir das so anschaue, dann möchte ich einen Schnitt machen und nochmal neu anfangen mit meinem Leben. Das Problem ist, daß ich nicht weiß, wie das gehen soll x) Ich würde gern alte Dinge, die mir weh tun oder sonst einen negativen Einfluß auf mich haben, abschneiden, irgendwie "entsorgen" und meinen Blick auf das Hier und Jetzt wenden. Es ist nur so verdammt schwierig.

Vorgestern habe ich lange mit einer Freundin telefoniert und dabei wieder so viele Gedankenansätze bekommen, die es eigentlich wert wären, sich darüber mal den Kopf zu zerbrechen. Andererseits fällt es mir sehr schwer, mich momentan auf etwas bewußt zu konzentrieren, weil da noch so viel Mist im Sieb hängt.

Aber genug davon. Es ist momentan im Gespräch, tatsächlich eine Plattform für Nekrophile ins Leben (haha) zu rufen. Ich habe zwar keinen Schimmer, ob es wirklich genügend Leute für soetwas hergäbe, aber wer daran interessiert ist und diesen Blog hier liest, der kann sich ja mal zu Wort melden.

Wie wärs?


Dienstag, 1. Mai 2012

Pudding mit Arsen

Ich muß gerade mal wieder meinen metaphorischen Magen entleeren. Ich kann es üüüüberhaupt nicht leiden, wenn ich Menschen begegne, die unter erfolgreicher Kommunikation verstehen, daß sie mich nonstop mit ihrem Seelenmüll vollschütten. Dialoge bestehen nicht daraus, daß man am Anfang des Gespräches der Höflichkeit halber fragt "Wie geht's"?, obwohl man die Antwort gar nicht hören will, und danach ohne Unterbrechung meine Ohren abkauen. Das nennt man Monolog und nicht Dialog. Zwischendurch mal Luft holen? Fehlanzeige. Manchmal habe ich das Gefühl, diese Leute atmen mit dem Arsch, weil der Mund pausenlos mit blubbern beschäftigt ist. Man hat sich gefälligst für ihr Zeug zu interessieren und das alles als "wichtig" abzustempeln, was sie sagen, aber im gleichen Atemzug fragen sie alle fünf Minuten nach, wie du eigentlich nochmal heißt, weil sie es vergessen haben. So interessiert sind sie also an dir.

Ich muß wirklich auf mich Acht geben. Meine Sozialkompetenzen und vor allem meine Philanthropie sind bei weitem nicht so selbstlos und ausgereift, als daß ich mir sowas geben könnte. Ich habe weder die Muße, noch den Nerv, mich sowas auszusetzen. Vielleicht bin ich kein Musterbeispiel an Nächstenliebe, aber erst wenn die Chemie stimmt und ich den Menschen vor meiner Nase wirklich mag und sympathisch finde, dann interessiert mich seine Welt und dann habe ich auch ein Ohr dafür. Vorher nicht! Vorher ist dieses aufgezwungene Blabla einfach nur zermürbend. Ich finde, man muß sich auf halber Strecke einfach entgegenkommen. Und wenn das nicht gegeben ist, sondern der andere mich einfach unter seinen 100% begräbt, dann finde ich das weder schön, noch will ich das mit mir machen lassen. Das hat dann auch nichts mehr mit gegenseitigem Interesse zu tun. Das ist nur noch die Instrumentalisierung als Seelenmülleimer.

Das wollte ich mal ausgekotzt haben. Ich bin mit Sicherheit niemand, mit dem man nicht reden könnte, aber reden ... das schließt eben mit ein, daß da eine gewisse Gegenseitigkeit ist. Naja, genug gekotzt.

Eklige Details, die keiner wissen will:

Mich juckt es im Hals. Schon den ganzen Tag >_< Erst habe ich versucht, mit der Zunge zu kratzen, das hat aber nicht funktioniert. Dann habe ich im Ohr gepopelt, denn irgendwie hängt das zusammen und manchmal wenn man im Ohr popelt, hörts im Hals auf zu jucken. War ebenfalls nicht von Erfolg gekrönt. Und am Schluß fand ich mich wieder, wie ich mit einem Schaschlikspieß in meinem Rachen rumgestochert hab. Und jetzt blute ich im Hals, aber wenigstens ist diese verfluchte Juckerei weg. Dafür juckt es jetzt in der Nase >_< Ich vermute, ich habe zuviele Staubflocken oder ähnliches Zeug hier rumfliegen. Allergien hab ich keine, aber seltsam ist es schon, wo ich doch jeden zweiten Tag hier putze. Ach herrje, ich glaube, ich werde einfach nur alt und langsam kommen die ganzen kleinen Wehwehchen.

Ich glaube, ich stecke den Schaschlikspieß auch mal in die Nase... Sollte der nächste Eintrag hier nur noch aus "wuerz98dsahsdbncrhgfd" bestehen, hab ich mir das Gehirn rausgekratzt. Einen schönen Tag noch!

Donnerstag, 19. April 2012

Von Realitäten und anderen Hirngespinsten

Was macht eigentlich einen Menschen aus? Die Frage möchte ich mal in den Raum stellen. Ist es der Charakter? Ist es sein Körper? Die Seele? Alles zusammen? Woran erkennt man, ob ein Mensch real ist oder nicht? Wer definiert denn Realität? Woran kann man Realität messen?

Wenn jemand im Koma liegt und seine Persönlichkeit quasi abgeschaltet ist, ist er dann kein vollwertiger Mensch mehr? Wenn jemand eine multiple Persönlichkeit hat, ist er dann auch kein vollwertiger Mensch mehr? Ist nur derjenige Mensch, der einen Körper für eine Seele hat? Was ist mit Körpern, die keine Seele mehr haben (Hirntote)? Was ist mit Körpern, die mehrere Seelen haben (MPS)?

Die Mehrheit der Leute würde jetzt wahrscheinlich sagen, der Hirntote ist mehr vollwertiger Mensch, als der Multiple. Warum? Weil er einen sichtbaren Körper hat, während der Multiple sich einen Körper mit vielen Seelen teilt. Ergo bedeutet das, alle Seelen in einem Multiplen sind Hirnschiß und schon gar nicht ernstzunehmen. Sie sind ja gar nicht wirklich "echt" und gar nicht real.

Heute ist so ein Tag, wo ich gar nicht so viel essen könnte, wie ich kotzen will.
Schonmal mit einer Innenperson von einem Multi gesprochen? Wenn ja: Haben diese Menschen keine Gefühle? Keine Erinnerungen? Keinen Charakter? Sind sie "seelenlos"? Oder ist es nicht viel eher so, daß man als gemeiner Mensch diesen Leuten einfach all das gar nicht zugesteht, da sie keinen eigenen, sichtbaren Körper haben? Ergo: Ihre Gefühle und ihr Charakter ist zwar da, aber nichts wert, weil sie keinen eigenen Körper haben, der sie als Individuum in der hiesigen "Realität" repräsentiert?

Daher ist es auch scheißegal, ob man diese Person verletzt, denn die Verletzung ist ja auch nicht echt, sondern lediglich Hirnschiß. Alles ist in Ordnung, man konnte wunderbar mit der Person sprechen, solange man nicht wusste, was sie ist. Sobald man das aber weiß, ist nichts mehr wie vorher und "hätte man vorher gewußt, daß sie nur ein Phantasieprodukt ist", wäre man das ja nie eingegangen. Man will ja mit "realen" Menschen sprechen und nicht mit irgendwelchen Phantasieprodukten.

Wie muß sich also eine Innenperson fühlen, wenn sie ständig solchen Sätzen ausgeliefert ist? Wenn sie sich ständig damit konfrontiert sieht, in allem -ihrer ganzen Existenz, ihren Gefühlen, ihrer Erinnerung, ihrem ganzen Sein- entwertet, und als nicht existent bezeichnet zu werden? Eine schlimmere Form der Entwertung gibt es nicht. Und manch einer, der sich als hypertolerant hinstellte, scheitert genau dort! Man kann es nicht einfach akzeptieren, wie es ist, nein, wo kämen wir denn da hin? Man müsste ja sich und seine ganze eigene Realität in Frage stellen und soweit kommts noch! Nein, bevor man das tut, wertet man die Realität des Anderen einfach ab um seine eigene nicht zu gefährden.

Ist es nicht völlig egal, was man ist? Wichtig ist doch, was drinsteckt. Aber wem erzähle ich das... Der Mensch ist zu sehr gefangen im Käfig seiner eigenen Realität, oder dem, was er für die Realität hält: Ein Käfig, den ich nicht will, da er mich im Denken einschränkt. Aber wo ich es als Einsperren empfinde, empfinden andere es wohl als Schutz. Ich kann es nicht ändern, aber ich hasse es.



Vielleicht bin ich nur ein Mensch
Und vielleicht bin ich auch nur ein Argument
Vielleicht bin ich letztlich eine dieser Fragen,
deren Antwort sich die Blöße gibt, ein fragend' Mensch zu sein
Und so kann man mich verneinen
Und so kann man mich auch tatenlos benennen


Gleichschritt war Stärke, war Gleichschritt,
war Macht über euch selbst - über euch selbst!


Und so bin ich unbefangen
Nicht verloren, nicht bestochen und nicht blinder Macht verkauft
Nein, ich bebe vor Verlangen, echte Worte zu empfangen
in Wahrhaftigkeit einander zu begegnen


Warum Fassade?


Musst du wirklich fragen, was ich fühle?
Musst du wirklich fragen, wie ich bin?
Bei allem, was mich umtreibt, wie ich lebe, mich bewege?
Bei allem, was ich gestern, hier und heute vor dich bringe?


Gibt es wirklich soviel Egoismus in der Welt?
Gibt es wirklich soviel Selbstsucht, dass die Liebe nicht mehr zählt?
Reicht es nicht, dass jeder sich der Nächste ist und nicht versteht,

dass die Mauern des Alleinseins die des Egoismus sind?


Kann ich vergeben? Kann ich dir jetzt vergeben?


Ganz allein... ich will alleine sein.
Ich will nichts hören, will nichts sehen, will alleine mit mir sein.
Ganz allein... ich will nur alleine sein.
Ganz allein... bitte nur in Ruhe lasst mich sein...

(c) Tilo Wolff (Fassade III. Satz)

Samstag, 7. April 2012

*Grmpf, ürks, blarghl*

Mit mir geht es aufwärts. Ich habe eine Zeit lang überlegt, ob ein Forum für Nekrophile Sinn machen würde, oder aber nicht. Ständige Grübeleien darüber, wie lange sich wohl mein Forum, hätte ich eines, halten würde, bis es in einer Flut von "Ich vergewaltige meine Freundin, wenn sie schläft" und "Eine Leiche kann nicht Nein sagen" ertrinken würde. Genau das ist der Grund, warum ich wohl nie ein Forum aufmachen würde. Wer hat denn die Muße, das zu differenzieren? Und vor allem: Was für ein Angebot hätte ein solches Forum? Einen Bereich, in dem man möglichst viele Fotos von Leichen als Wichsvorlage reinstellt? Oh man, es gibt doch genug sogenannte "Gore" Seiten im Netz, da braucht es kein Forum für.

Also habe ich herumüberlegt, ob es vielleicht ein Zwischending gibt. Ein Forum, das sich zwar nicht den Fokus speziell auf Nekrophilie gelegt hat, wo aber jeder Nekrophile willkommen ist, frei über sich und seine Neigung zu sprechen. Und das gibt es! In einem solchen Forum bin ich seit Jahren registriert und auch wenn ich dort der einzige Nekrophil bin, so akzeptiert und toleriert jeder mich und meine Neigung und ich darf nicht nur sein, wie ich bin, sondern soll es auch ausdrücklich. Ich habe bisher kein anderes Forum kennengelernt, wo Menschen einfach so angenommen und gemocht werden, wie sie sind. Dort gibt es kein "Igitt, du Perversling" oder ähnliche Aussagen. Im Gegenteil: Es wird einem mit großem Interesse begegnet und man wird liebevoll dort abgeholt, wo man steht. Jede Andersartigkeit, woraus sie auch immer besteht, wird nicht verurteilt, sondern verstehen gelernt um den Horizont zu erweitern.

Gibt es nicht? Gibt es doch! Also habe ich eine Zeit lang ebenfalls überlegt, ob ich das Forum nicht verlinke, für all diejenigen unter euch, die einen Platz im Netz suchen, der einem virtuellen Wohnzimmer mit lauter tollen Leuten am nähsten kommt. Ich habe mich dazu entschlossen, das mit euch zu teilen. Wie ich schon sagte, hat das Forum selbst keinen spezifischen Themenkomplex. Im Gegenteil, es ist für alles da und jeder ist eingeladen, frei zu schreiben, was er möchte. Es geht um die Menschen dort an sich und nicht um ein spezielles Thema, denn wie auch ich vertreten die Leute dort, dass Menschen aus vielen Facetten bestehen und jede dieser Facetten ein Platz gebührt.

Wer also interessiert ist an einer Gemeinschaft und ebenfalls diese Voraussetzungen mitbringt, sich für Andere interessiert und gerne quatscht, der findet dort sicherlich viele neue Freunde :) Es wäre ebenfalls schön, nicht mehr der einzige Nekro dort zu sein x) Vielleicht spricht es euch ja an? Dann schaut einfach mal rein:

www.miezekatzenhausen.de

Es ist klein und ein Selbsthilfebereich ist neu hinzugekommen, aber das Forum ist nicht vergleichbar mit irgendeinem anderen, das ich je kennengelernt habe.

Montag, 12. März 2012

Von einem, der auszog um sein Leben zu kitten und mit einem noch größeren Trümmerhaufen zurück kam...

Vorneweg, es tut mir leid, daß ich so lange nichts von mir habe hören lassen. Ich hatte eine ziemlich intensive Zeit, die mich sehr beansprucht hat und es auch immer noch tut in gewisser Weise. Das war nicht immer gut, denn ich habe kaum mehr Zeit gehabt für andere Dinge und sogar meine Mailkontakte schleifen lassen, aber ich kriege es noch immer nicht so ganz auf die Reihe mit dem Multitasking. Ich rutsche immer noch zu sehr in alte Verhaltensmuster, die mich dann völlig abschirmen von allem anderen, was in meinem Leben passiert. Das Resultat dessen ist dann natürlich, daß man sich nur noch auf das Problem konzentriert und alles Gute hinten runterfällt und vernachlässigt wird. Um ehrlich zu sein, ich habe noch überhaupt keinen blassen Schimmer, wie ich es schaffen soll, das in den Griff zu kriegen, denn es ist ein sehr automatisiertes Verhalten. Nun bin ich auch kein Therapeut, der da besondere Kniffe kennen würde... 

Ich bin jedenfalls nicht aus der Welt, auch wenn es sich momentan so liest. Die Phase ist nur einfach sehr anstrengend und versuche irgendwie, die Kurve zu kriegen. Jaja, auch Nekrophile haben Allerweltsprobleme, die so gar nichts mit ihrer Präferenz zu tun haben, auch wenn dies manchen Menschen wohl überhaupt nicht einleuchtet. Und an diesem Punkt möchte ich nochmal einwerfen: Wir sind vielleicht ein bißchen anders und auch nicht das, was der Normale unter Normalität versteht, aber wir sind nicht krank.

Ich möchte auch nochmal auf die Kommentare eingehen. Ich kenne kein Portal für Nekrophile - leider. Ich habe auch nicht vor, eines aufzumachen, denn ich traue mir nicht zu, eine ganze Community zu leiten. Dazu bin ich schlicht zu schlecht organisiert und ebenfalls nicht objektiv genug. Ich kann aber durchaus verstehen, daß eine solche Community benötigt wird. Daher würde ich es sehr begrüßen, wenn sich jemand melden würde, der so ein Forum kennt oder gar leitet.

So, und um wieder zum Ausgangspunkt zurück zu kommen: Ich bin nicht weg und ich lasse diesen Blog auch nicht verwaisen. Ich bitte nur um ein bißchen Geduld mit mir momentan, bis ich wieder einigermaßen "stabil" bin. Bis dann haltet die Ohren steif und seid anständig :)

Sonntag, 2. Oktober 2011

Siam meldet sich gehorsamst zurück zur Arbeit!

Hallohallo, da bin ich wieder. Ja, ich habe meine Zeit gebraucht, um ein wenig nonkommunikativ in der Ecke zu sitzen und -wenn überhaupt- mit meiner Zimmerpflanze zu diskutieren x) Also, vom Erdboden versunken bin ich nicht und habe auch nicht vor, das in nächster Zeit zu tun. Dieser Blog verwaist also nicht!

Ja, was hat sich getan in der letzten Zeit... Außer, daß mal wieder irgendwelche Diskussionen über die "pösen Perversen" im Netz rumgeisterten... Eigentlich nicht viel. Dennoch habe ich heute zwei Kommentare freigeschaltet, zu denen ich noch etwas schreiben will, ohne, daß die Kommentarfunktion aus allen Nähten platzt, weil ich mich wieder nicht kurzfassen kann x) Und zwar hatte jemand die Frage gestellt, in was genau sich ein Nekrophil eigentlich verliebt. Ich muß zugeben, die Frage ist schon etwas knifflig, denn ich muß erstmal sortieren, was zusammenspielen muß, daß es bei mir funkt. Da kommen ja zunächst erstmal die äußerlichen Faktoren rein. Wie sieht die Leiche meiner Liebe aus? Stimmt dies, stimmt das, stimmt jenes? Und dann - wie fühlt sie sich an? Wie riecht sie? Es sind winzige Kleinigkeiten, deren Zusammenspiel mir dieses Kribbeln im Bauch verschaffen. Beispielsweise habe ich mal jemanden "weggeräumt", der von der Seite betrachtet (und nur von einer Seite) aussah, als würde er mich verschmitzt angrinsen. Das fand ich einfach nur tierisch sympathisch und musste mir die ganze Zeit vehement das Grinsen verkneifen. Solche kleinen Dinge können das schon auslösen. Genau wie ein Vitaphil (das Wort hat sich jetzt etabliert!) den letzten i-Tüpfel aus den Grübchen seines Gegenübers bekommt, damit aus der Sympathie eine Verliebtheit wird. Und ich bin ein hervorragender Meister des sich-hineinsteigerns. Ist das Kribbeln erstmal da, kann ich mich gar nicht sattsehen an der Leiche meiner Liebe.

Und das übrigens ist auch etwas, das ich von ihr bekomme, da Leute ja immer behaupten, eine Leiche "gibt" nichts in einer Beziehung, da sie ja tot ist und nichts mehr geben kann. Ich finde schon, daß sie eine Menge geben. Nur eben nicht auf diese Weise, die ein Vitaphiler braucht, um eine Liebe aufrecht zu erhalten. Wenn sie einfach nur da liegt und gut riecht und dieses sympathische Gesicht hat, dann bekomme ich schon alles, was ich brauche um zu lieben.

Und jetzt kam der Vergleich mit der Objektphilie, da eine Leiche ja an sich ein lebloser Gegenstand ist. Ich schrieb es schon in der Kommentarfunktion: Ich halte mich nicht für objektophil, denn ich habe mich noch nie in einen Gegenstand verliebt. Aber ich erinnere mich an diese Doku im Fernsehen, wo über die Frau berichtet wurde, die den Eifelturm geheiratet hat. Und ich erinnere mich, wie sehr ich den Psychologen gelobt habe, der unmißverständlich klargemacht hat, daß Liebe halt Liebe ist, egal, auf wen oder was sie sich bezieht, auch wenn das so mancher Bildzeitungsleser nicht in den Kopf kriegt. 10 Punkte für den Prof! Es stimmt allerdings, daß ich Erica Eifelturm (so hieß sie doch?) sehr gut nachvollziehen konnte in dem, was sie sagte. Warum sie ihren Turm so liebt, was er ihr gibt und all das. Dazu muß er weder sprechen können, noch leben - Liebe ist es trotzdem, auch wenn Vitaphile die Liebe gern ihr Eigen nennen möchten und behaupten wollen, die einzig wahre Liebe gäbe es nur unter Heteros, jeder andere "schwärmt" nur oder hat irgendeine "Scheinliebe". Mit Verlaub, aber wie kann sich jemand ein Urteil darüber bilden, wenn er nie mit dem Herzen eines Andersorientierten geliebt hat?

Das nur mal zum nachdenken :)

Samstag, 3. September 2011

Weil Kiddo sich schon Sorgen macht...

Jajaja, ich gebe es ja zu. Ich habe seit über einem Monat nichts mehr geschrieben. Zum einen bin ich immer noch schreib- und mundfaul momentan und zweitens geht es mir auch nicht allzu gut, da ich mich nach langer Zeit von etwas trennen musste, das ich sehr geliebt habe. Bin da noch ein wenig übersensibel und es ist ziemlich leicht, mich falsch anzupacken. Aber keine Sorge, ich schreibe nicht nur hier wenig, sondern auch woanders, wo ich sonst täglich schreibe.

Trotzdem gibt es mich noch. Mehr oder weniger. Ich grüble zuviel nach und das macht mich wohl im Moment wieder zum introvertiertesten Menschen der Welt. Man kann mit mir auch nichts anfangen im Moment, glaube ich. Es ist nicht so schlimm, daß man nen Notarzt rufen müsste x) Aber ist wieder so ein Punkt in meinem Leben, wo ich mal wieder meine paar Wochen Zeit zum Nachdenken brauche. Aber das geht auch wieder vorbei.

Ich habe hier übrigens noch jemanden an der Hand, der neue Kontakte knüpfen möchte zu charakterstarken Leuten mit jeder Menge Schrulligkeiten zwecks gemeinsamem auf-die-Welt-scheißen. Falls jemand Interesse hat, sagts bescheid. :-)